Süß gefunden, falsch verstanden – das unterschätzte Leben kleiner Hunde
Wenn wir über ihr Verhalten lachen, statt es zu verstehen, und warum kleine Hunde genauso viel Förderung, Erziehung und Respekt verdienen wie große.
Ein kleiner Hund springt an uns hoch, knabbert an unseren Händen, knurrt oder zeigt die Zähne. Vielleicht bellt er an der Leine andere Hunde und Menschen an oder stürmt bellend auf einen vorbeifahrenden Radfahrer zu. Nicht selten wird darüber gelacht. „Ach, wie süß!“, heißt es dann. „Der Kleine hat es aber faustdick hinter den Ohren!“
Doch was würden wir sagen, wenn derselbe Hund nicht fünf, sondern 25 Kilo wiegen würde?
Würden wir dann immer noch schmunzeln, wenn er uns anspringt, nach unseren Händen schnappt oder sich laut bellend in die Leine hängt? Oder würden wir sein Verhalten plötzlich als problematisch, unangenehm oder sogar gefährlich wahrnehmen?
Genau hier liegt ein Problem: Wir beurteilen das Verhalten eines Hundes häufig nicht nur danach, was er tut, sondern auch danach, wie klein und niedlich wir ihn finden.